CDU Delegation bei WAS

„WAS aus Wietmarschen Profiteur und Leidtragender der weltweiten Turbulenzen CDU Delegation informiert sich am Standort Lingener Straße über Produktionsabläufe"

Wietmarschen. Die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH, kurz WAS, macht über die Hälfte des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Da sind internationalen Entwicklungen immer auch am Standort Wietmarschen zu spüren. „An WAS lässt sich ablesen, wie wichtig das Internationale Umfeld für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist“, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.

Stegemann besuchte das Unternehmen auf Einladung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinz Bökers gemeinsam mit dem Wietmarscher Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers. Die beiden Geschäftsführer Daniel Gotthardt und Andreas Ploeger informierten die Delegation über die aktuelle Situation.

Die WAS fertigt mit Ihren 350 Mitarbeitern jedes Jahr rund 1.500 Fahrzeuge gemäß den Wünschen der Kunden an. Der erwirtschafte Umsatz liegt bei rund 90 Millionen Euro. 60 Prozent davon werden im Ausland erwirtschaftet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Ambulanzfahrzeugen. Aber auch andere Sonderfahrzeuge liefert WAS. „Wir sind vor allem in den Ländern aktiv, die im medizinischen Bereich aufholen wollen. Hierzu zählen die Öl-Staaten aber auch Sri Lanka und Ägypten machen sich auf den Weg“, so Ploeger. Diese Länder schätzen die Verlässlichkeit und Qualität des deutschen Herstellers.

Derzeit mache sich besonders die Abwertung des britischen Pfunds sowie die internationale Skepsis gegenüber den USA bemerkbar. „Alle Geschäfte in Großbritannien schließen wir in Pfund ab. Ein starker Euro macht es uns folglich schwieriger, dort ins Geschäft zu kommen. Auf der anderen Seite öffnet uns die Kritik des US-Präsidenten Donald Trumps an vielen Ländern im Nahen Osten dortige Märkte“, so Ploeger. Aber auch in Frankreich merke WAS seit der Finanzkrise, dass diese sich deutlich stärker auf französische Hersteller konzentrieren. „Kaufen Sie ausländische Marken, müssen Sie Rechenschaft ablegen“, so Gotthardt.

Für die Zukunft prognostiziert Ploeger ein Wachstum im Bereich der Kofferfahrzeuge. „Der Markt wächst, weil die Fahrzeuge besser an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können. Zudem sind diese Fahrzeuge weltweit unsere Stärke.“ Um im Wettbewerb langfristig bestehen zu können, arbeite die Firma an effizienten Produktionsabläufen, erläuterte Gotthardt während des Werkrundgangs.

Aber auch das Angebot an Fachkräften sowohl bei den Handwerkern als auch bei den Ingenieuren sei von entscheidender Bedeutung. Hilbers sagte Unterstützung zu. „Bei allen Fragen des Fachkräftemangels und der Standortentwicklung sind wir als CDU über alle Ebenen immer ansprechbar“, so der CDU-Fraktionsvorsitzender im Grafschafter Kreistag. Er ermutigte das Unternehmen zudem, stärkere Kooperationen mit Partnern in der Region, etwa dem Campus Lingen, einzugehen. „